Tankanlagen

Mobile Tankanlagen werden von Gewerbebetrieben, Landwirten, Privatleuten, öffentlichen Einrichtungen und teilweise von der Industrie genutzt. Sie sind klein und beweglich, was dem Anwender die Betankung von Maschinen und Fahrzeugen vor Ort ermöglicht.

slide_mobilestanken1.942de1dbTankanlagen: gebräuchlicher Umfang und Einsatz

Die gebräuchlichsten Volumina für Benzin und Diesel liegen zwischen rund 60 bis 1.000 Liter. Dabei kann eine Tankanlage mit eine elektrischen oder eine Handpumpe betrieben werden. Es gibt auch sehr kleine Anlagen mit nur 60 Liter Volumen, die dennoch mit einer elektrischen Pumpe ausgestattet sind (sogenannter Benzin-Trolley mit Elektropumpe). Wenn ein Gewerbebetrieb oder ein Landwirt auf einer umfangreichen Produktionsfläche an vielen Stellen geringfügig betanken muss, ist das die ideale Lösung. Diese kleinen Trolleys haben luftbereifte Räder und können ohne Probleme auch über Treppen bewegt werden.

Umgang mit mobilen Tankanlage

Es gibt länderspezifische Vorschriften, wie die Tankanlagen zu bewegen, zu befüllen und zu entleeren sind (spezielle Gefahrgutverordnungen für alle Verkehrswege), darüber hinaus gelten international das ADR, RID, ADN und IMDG (Übereinkommen für Transporte gefährlicher Güter jeweils auf bestimmten Verkehrswegen). Für die Transporte ist nach Zulassung der Tankanlage entsprechend gesetzlicher Vorschriften keine besondere Genehmigung mehr erforderlich. Das ist gerade der Sinn mobiler Tankanlagen: ihre Flexibilität im Einsatz, die jederzeitige Transporte beinhaltet. Die oder der Behälter einer Tankanlage wird in wiederkehrenden Abständen geprüft, in Deutschland sind das bei Dieseltankanlagen beispielsweise 2,5 Jahre ab Herstellerdatum. Diese Prüfungen müssen durch sachkundige Personen durchgeführt werden, hierfür gibt es spezielle Schulungen. Ein Mitarbeiter des Unternehmens kann sich also zum Sachkundigen schulen lassen. Die Inspektion durch einen Sachverständigen findet nach fünf Jahren statt. Dabei werden

  • die Funktionsfähigkeit im Einsatz,
  • die Containerdaten,
  • der Allgemeinzustand,
  • die Kennzeichnung,
  • die Bedienausrüstung (Armaturen),
  • die Dichtigkeit mit 0,2 bar Luftüberdruck sowie
  • die Übereinstimmung mit der Modellbeschreibung des Herstellers (sog. Baumuster)

geprüft. Speziell ausgestattete, doppelwandige Anlagen mit permanent wirksamem Leckanzeiger müssen innen nur alle zehn Jahre geprüft werden.

Der Transport einer mobilen Tankanlage

Interessant für die Anwender sind die gesetzlichen Vorschriften beim Transport. Wenn eine Anlage nach den geltenden Vorschriften geprüft wurde und ihre Bezettelung am Behälter vollständig und lesbar ist, ist beim Transport das Mitführen eines 2-kg-Feuerlöschers vorgeschrieben. Ein Beförderungspapier ist mitzuführen, Öffnungen am der Tankanlage müssen verschlossen sein und einen Austritt von Kraftstoff verhindern. Das betrifft den Füllstutzen, den Kugelhahn für die Entlüftung, den Peilstab und den Kugelhahn der Saugleitung. Unter dieser Voraussetzung dürfen die Tankanlagen unter sogenannten vereinfachten Bedingungen transportiert werden, wenn die Freigrenze des enthaltenen Kraftstoffs nicht überschritten wird (Diesel: 1.000 Liter, Benzin: 333 Liter). Der vereinfachte Transport verlangt die Einhaltung der genannten Bedingungen, Warntafeln und -leuchten am Fahrzeug sowie für den Fahrzeugführer den ADR-Schein nach entsprechender Schulung.

 

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