Konfektionierungslösungen

Zum diesjährigen Jahreswechsel kam es am Markt zu einigen Veränderungen: Manche Unternehmen bauen aus, andere vergrößern sich durch Zukauf und wieder andere statten ihre Verpackungsmaschinen mit 3-D-Scannern aus, die Krümel auf dem Produktband erkennen. Der Studiengang Industrial Design der Universität Wuppertal hingegen versucht einen Eierlauf!

 

Anspruchsvolle Lösungen

Noch immer gilt es, Verpackungsideen zu realisieren, die einen manuellen Einsatz verzichtbar machen. Verschmutzungen auf dem Band oder kontrastarme Produkte stellen die Vision-Systeme mancher Verpackungsmaschinen vor unlösbare Aufgaben. Auf der Anfang Februar stattfindenden ProSweets in Köln wird die Gerhard Schubert GmbH erstmalig einen 3-D-Scanner vorstellen, der den Pick-and-Place-Vorgang deutlich zuverlässiger erledigt. Besucher können sich vor Ort davon überzeugen, dass fehlerhafte Produkte korrekt aussortiert werden, weil die Verpackungsanlage beispielsweise das Gewicht feststellen kann. Durch den 3-D-Scan kann es zudem Keks- und andere Krümel besser erkennen und ignorieren, da diese Bruchstücke meist weniger Volumen aufweisen als das Produkt selbst.

Verpackung ist notwendig – Forschung auch

Nicht nur Kekse sind zerbrechlich. Auch das rohe Ei verlangt nach besonderer Beachtung, wenn es mithilfe einer Verpackungsmaschine in den Eierkarton gelangen soll. Mitte Januar wird es an der Universität Wuppertal – Industrial Design (uwid) dazu den Wettbewerb i-pack geben. Vorgestellt werden Lösungen aus dem dritten Semester. Als fiktives Szenario dient ein Bio-Bauernhof, dessen produzierte Eier aus einem Behälter über eine längere Distanz in einen 10er-Karton verpackt werden müssen. Tempo sowie Effizienz bei Sammeln und Entladen sind entscheidende Kriterien des Contests. Daneben gilt es, nur solche Verpackungsmaschinen im Wettbewerb vorzustellen, die ohne weitere menschliche Eingriffe nach dem Start autonom arbeiten. Damit auch einmal etwas schief gehen kann, beweisen die Studenten die Leistungsfähigkeit ihrer Entwicklungen mithilfe von Tischtennisbällen.

Veränderungen bei den Herstellern

Schon im Dezember 2014 wurde bekannt, dass die I.M.A. Industria Macchine Automatiche das operative Geschäft der OYSTAR Group erwirbt. Die bereits eingeführten Marken der OYSTAR Group bleiben erhalten und werden in eine neue Holding überführt. Unter dem Namen IMA Dairy and Food GmbH finden Eigentümer dann ihre neuen Ansprechpartner.

Aus Schwäbisch Hall erreicht uns die Meldung, dass die OPTIMA Packaging Group weiter expandiert. Mit der zusätzlichen Erweiterung der Produktionsstätte auf dann 1.000 m² setzt der Hersteller von Verpackungsmaschinen weiterhin konsequent aus Ausbau und Erneuerung. Das 1922 in Schwäbisch Hall gegründete Unternehmen gilt in Deutschland als eines der führenden Anbieter der Branche mit einem Umsatz von 300 Millionen Euro und weltweit rund 1.800 Beschäftigten.

Ausblicke für 2015

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2015 zeigen sich positiv. Bereits im November 2014 stellte der Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen (VDMA) Prognosen vor, nach denen von einem jährlichen Wachstum von 5-7 Prozent ausgegangen wird. Damit dürfte sich der in der Vergangenheit festgestellte Trend weiterhin behaupten. Der VDMA konnte innerhalb der letzten fünf Jahre einen Zuwachs von 7 Milliarden Euro beim Weltmarktvolumen feststellen. Zukünftig werden Märkte in Asien stärker in den Fokus rücken, allen voran China mit erwarteten 6,4 Prozent allein beim Konsum von verpackten Fertiggetränken.

Veranstaltungsdaten:

- Die ProSweet Cologne findet vom 1. bis 4. Februar statt.
- Zur i-pick lädt die uwid am 16. Januar 2015 – der Eintritt ist kostenlos.

Verpackungslinie

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