Das Leben des Nelson Mandela

Das war sicherlich ein Schock für viele Menschen. Die heute am Nikolaustag erfahren haben, dass Nelson Mandela am Donnerstag verstorben ist. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nennt das Wirken von Mandela ein leuchtendes Beispiel.

Geboren wurde Nelson am 18. Juli 1918. Sein eigentlicher Name ist Rolihlahla Mandela. Den britischen Namen Nelson bekam er bei seinem ersten Schultag. Gemeinsam mit drei Schwestern und einem Bruder wuchs Nelson im Süden von Afrika auf. Nachdem er die Schulzeit beendet hatte, studierte er an der einzigen Universität, an der schwarze Afrikaner erlaubt waren, Jura. Schon während des Studiums engagierte er sich politisch und wehrte sich gegen die weisse Minderheit, die versuchte sich über die schwarzen Afrikaner zu stellen.

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1944 wurde er Mitglied des African National Congress (ANC). Das Ziel der Vereinigung war eine gleichberechtigte Gesellschaft. Gemeinsam mit ein paar anderen begründete er 1951/52 die Jugendliga der ANC. Bewusst wurden Rassengesetze durch die ANC gewaltfrei und zivil übertreten. Dafür musste Nelson 9 Monate ins Gefängnis. Von da an arbeitete er im Untergrund.

1961 sollten dann erstmals Waffen in der militärischen Abteilung von ANC unter Mandela eingesetzt werden. Um mehr solcher Mittel zu erschliessen, verliess er illegal das Land. Als er zurück kehrte wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt. In einer Rede, die er am letzten Prozesstag hielt, sprach er von der Notwendigkeit einer gewaltsamen Handlung, die Gleichberechtigung zu thematisieren.

Nach langen Verhandlungen wurde Nelson am 12. Juni 1964 zu lebenslanger Haft verurteilt. Als Grund nannte der Richter die Sabotage und Planung eines bewaffneten Kampfes. Die Freiheitsstrafe musste er unter anderem auf der Gefängnisinsel Robben Islands absitzen. In dieser machte er Fernstudien. Ein Jahr nach 26 langen Jahren der Haft wurde er zum Staatspräsidenten gewählt.

www.afriqueindex.com – Nelson Mandela und Frederik de Klerk

Unter seiner Führung wurden die wichtigsten Apartheidgesetze aufgehoben und ein bewaffneter Kampf wurde abgesagt. Nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen der ANC und der weissen Regierung im Mai 1991 konnte jedoch ein paar Monate später ein Friedensabkommen realisiert werden. Nelson gründete einen Konvent für ein demokratisches Südafrika. Als der Termin für die ersten Demokratischen Wahlen näher rückte, kam es immer häufiger zu Gewalttätigkeiten zwischen extremen Gruppen. Erst kurz vor der Wahl, gab auch die weisse Partei ihr Einverständnis. Doch nicht nur Nelson ist es zu verdanken, dass Südafrika nun ein demokratischer Rechtsstaat ist. Auch und vor allem dem weissen Frederik de Klerk ist ein grosser Anteil dabei zuzugestehen. Beide Männer wurden für ihre Leistungen 1993 mit dem Friedennobelpreis ausgezeichnet.

1999 zog sich Nelson aus der aktiven Politik zurück. Nach langer und immer wieder kehrender Krankheit verstarb er am 5. Dezember 2013 an einer Lungenentzündung.

 

 

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