12 years a slave

Als Solomon Northup sein Buch “12 Years a Slave” schrieb, war es eine andere Zeit. Wer das Buch in der neuen Zeit gelesen hat, wird sich schockiert die Augen reiben. 150 Jahre nachdem der Mann aus der Sklaverei entkommen ist, findet der Weg in die Kinos und gilt als einer der grossen Favoriten für die Filmpreise im Jahr 2014. Das liegt auch an der einmaligen Art und Weise, wie die Schauspieler diese schockierende Geschichte darstellen.

Ein freier Mann wird zum Sklaven

banner-12-years-a-slaveIn den 1850er Jahren war die Sklaverei noch nicht abgeschafft. Schwarze Menschen waren für die Farmer in Amerika nicht mehr als billige Arbeitskräfte und vielen von ihnen mussten auf den Farmen der grossen Plantagen arbeiten. Es gab aber auch freie Männer, die ihr Geld mit einem Handwerk verdient haben. Dazu gehört auch Solomon Northup, der in diesem Film von dem Newcomer Chiwetel Ejiofor gespielt wird. Unter dubiosen Umständen wird er entführt und in die Sklaverei verkauft. Da er aber nun einmal einer freier Mann war, konnte er sich nicht einfach an die Umstände seines Lebens gewöhnen. Einzig seine Autobiographie blieb ihm, um diese demütigende und grenzwertige Situation zu überstehen. Er war Folter und Demütigung ausgesetzt – was auch im Film von starken Schauspielern dargestellt wird.
Es ist vor allem die Stärke des Ensembles, die in diesem Film die bedrückende Angst von Solomon klarmacht und zeigt, wie die Menschen in der damaligen Zeit mit den Schwarzen umgegangen sind. Benedict Cumberbatch, bekannt aus der Sherlock-Serie, zeigt zum Beispiel nur zu deutlich, wie tief die rassistischen Vorurteile in der damaligen Zeit gegangen sind. Der Film ist zu einem Meisterwerk geworden und wie im Buch hat der Film ein überraschendes Ende. Was für Norhup sein Leben war, begeistert heute die Zuschauer in den Kinos und ist ein grosser Anwärter auf die Oscars im Jahr 2014.

Eine fesselnde Geschichte

12_YEARS_A_SLAVE_dreiBereits vor den Oscars konnte der Film den Titel für das beste Filmdrama im Jahr 2014 gewinnen. Auch die New York Critics Awards für die Regie hat der Film wegweisend gewinnen können. Dabei ist es nicht nur das Ensemble an Schauspielern, die neben den genannten auch noch mit Michael Fassbender auftrumpfen können. Es ist die Mischung aus einer unglaublichen Geschichte, die den Menschen wieder einmal vor Augen führt, wie ungeheuerlich die Situation in der damaligen Zeit war. Es sind nur wenige Jahrzehnte, die die Menschheit von einer Zeit trennen, in der das Leben eines Menschen keinen Wert hatte und sie nur als eine billige Arbeitskraft für reiche Farmer gesehen worden sind. Darüber hinaus ist es auch der Kampf des Hauptdarstellers, also der Figur aus dem Film, mit einer Situation klarzukommen, in die er unverschuldet geraten ist und aus der er den einzigen Ausweg sucht.

12 years a slave – Oscaranwärter

Wäre in diesem Jahr die Auswahl an Filmen nicht so grossartig, man könnte sich bereits TWELVE YEARS A SLAVEsicher sein, dass 12 Years a Slave zu den grossen Gewinnern der Filme gehören wird. Aber auch mit der grossen Konkurrenz haben die Darsteller und die Macher gute Chancen darauf, die wichtigsten Preise für ihren Film zu gewinnen. Zudem ist es der Sprung eines neuen Charakterdarstellers, der zwar bereits einige gute Filme gemacht hat, hier aber eindrücklich darstellt, wieso er als einer der grössten Darsteller für schwierige Charaktere darstellt. Man kann dem Film nur alles Gute wissen – denn er ist ein Meisterwerk in historischer Hinsicht und eine sehr gute Verfilmung eines beeindruckenden Buches.

 

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